Wenn man drei IT-Fachkräfte fragt, was sie mit dem Stichwort „ThousandEyes Internet Insights“ verbinden, fallen die Antworten womöglich recht unterschiedlich aus. So nennt die eine Person mit der Karte der Internetausfälle vielleicht unsere Echtzeit-Visualisierung des globalen Internetzustands, in der Internetausfälle kontinuierlich erfasst werden. Der anderen könnte unser beliebter Blog zu Internet und Cloud Intelligence einfallen, in dem wir seit Langem über bedeutende Internetausfälle berichten. Womöglich erwähnen sie aber auch, wie sie Internet Insights nutzen, um die Auswirkungen globaler Ausfälle auf die Digital Experience ihrer eigenen End-User klarer nachzuvollziehen.
Unsere umfassenden und detaillierten Einblicke in die Internetperformance basieren auf Milliarden von Messungen, die täglich auf unserer globalen Plattform erfasst werden – aus Tests, die kontinuierlich von Tausenden von Beobachtungspunkten rund um den Globus initiiert werden. Die Daten werden anhand eines Algorithmus korreliert und in Form von Karten, Pfadvisualisierungen, Diagrammen, Dashboards und Tabellen visuell dargestellt. Wir bezeichnen dies als „kollektive Intelligenz“. Dies ist von grundlegender Bedeutung für Cisco ThousandEyes und etwas, das uns vom herkömmlichen Netzwerk- oder App-Monitoring unterscheidet.
Bislang hat Internet Insights den Datenbestand der kollektiven Intelligenz ausschließlich verwendet, um Ausfälle zu erkennen und ihnen auf den Grund zu gehen. Deshalb freuen wir uns besonders, diese Daten mit Internet Insights Provider Intelligence nun auf eine Reihe weiterer Anwendungsfälle auszuweiten: die Suche und den Vergleich sowie die Evaluierung und Auswahl von Internet-Service-Providern (ISPs) und Peering-Partnern.
Die Kosten einer nicht fundierten Auswahl
Die Auswahl von Service-Providern ist derzeit mit versteckten Risiken verbunden. Muss ein Netzwerkteam einen Provider für einen neuen Standort auswählen, gilt es zunächst, die Provider zu ermitteln, die Services für den jeweiligen Standort anbieten. Die Optionen für die verschiedenen Standorte zu sondieren, kann zeitaufwendig und kompliziert sein. Wie sollen beispielsweise für die Netzwerkarchitektur Verantwortliche wissen oder herausfinden, dass ein Provider, der an einem Standort Services anbietet, denselben Service an einem anderen Standort nicht zur Verfügung stellt?
Zudem kann es nach der Ermittlung einer Gruppe von qualifizierten Providern noch Monate dauern, bis die Daten erfasst und analysiert sind, die für eine fundierte Entscheidung erforderlich sind. Dies kann ein Problem darstellen, wenn der Zeitrahmen für das Projekt eng gesteckt ist. Synthetische Tests ermöglichen es, Baselines zu bestimmen und Performancedaten zu erfassen. Die Bereitstellung und Durchführung dieser Tests für mehrere Provider ist jedoch mit hohem Zeitaufwand verbunden. Hierfür angebotene Online-Tools geben in der Regel nur Aufschluss über den Rohdurchsatz oder die Last-Mile-Geschwindigkeit. Doch das ist nicht unbedingt ein verlässlicher Indikator für die Performance im Zeitverlauf. Hinzu kommt, dass diesen Tools verallgemeinerte Daten zugrunde liegen. Sie berücksichtigen also weder die individuellen Anforderungen von Unternehmen noch die von ihnen eingesetzten Applikationen.
So müssen Teams häufig „aus dem Bauch heraus“ entscheiden, was leicht daneben gehen kann. Auch kann dies zu einem hohen Kostenfaktor werden, insbesondere wenn ein nicht datenfundiert ausgewählter Provider hinter den Erwartungen an die Performance zurückbleibt oder dauerhafte Serviceprobleme oder Ausfälle auftreten, die sich negativ auf die Geschäftsergebnisse auswirken.
Unsere Kunden haben uns berichtet, dass sie sich bislang auf unvollständige, ungenaue oder voreingenommene Daten, monatelang gesammelte Ergebnisse synthetischer Tests in Tabellenkalkulationen oder Meinungen aus Online-Netzwerken, Internet-Communitys und Social-Media-Kanälen stützen mussten. Kurz gesagt: Sie signalisierten Bedarf für einen besseren Weg zur Auswahl ihrer Service-Provider. Mit ihren Erfahrungen als Richtschnur haben wir Möglichkeiten sondiert, wie wir unsere Daten nutzen können, um eine Alternative anzubieten – so ist Provider Intelligence entstanden.
Ein neuer Ansatz: datengestützt, umfassend, extrem schnell
Den Ausgangspunkt für Provider Intelligence bildet die kollektive Intelligenz von ThousandEyes. Genutzt wird dabei derselbe Datenbestand, auf den Internet Insights zur Erkennung globaler Ausfälle zurückgreift. Dies jedoch für proaktive, in früheren Phasen angesiedelte Use Cases mit Fokus auf die Kosten- und Digital-Experience-Optimierung statt auf die Erkennung von Ausfällen und die Reaktion darauf.
Mithilfe der Daten unserer Plattform wird es für Unternehmen möglich, mehrere Netzwerk-Provider in bestimmten Regionen zu ermitteln und im direkten Vergleich zu evaluieren, ohne Agents installieren oder Tests konfigurieren und managen zu müssen. Im Wesentlichen bietet Provider Intelligence eine Lösung für das, was sich bei der Ermittlung, Evaluierung und Auswahl von Providern als problematisch darstellt. Provider Intelligence bietet Folgendes:
- Unkomplizierter, intuitiver Workflow: Mit Provider Intelligence lässt sich eine Provider-Suche innerhalb weniger Minuten starten. Hierzu müssen Sie nur eine Abfrage erstellen, indem Sie einen Zeitrahmen auswählen und angeben, wie die Ergebnisse berechnet werden sollen. Anschließend können Sie die Standorte, Applikationen und/oder Cloud-Regionen auswählen, die für Ihre Suche relevant sind. Abschließend können Sie die Performancemetriken, anhand derer die Wertungen berechnet werden, in der Reihenfolge ihrer Relevanz einordnen. Durch Klicken auf „Explore Providers“ (Provider anzeigen) erhalten Sie dann in Sekundenschnelle eine nach der Gesamtwertung aufgeschlüsselte Liste der Provider, die auf Grundlage unserer kollektiven Intelligenz erstellt wurde.

Sofortiger Einblick in historische Details: Mit Provider Intelligence erhalten Sie Zugriff auf historische Daten, die bis zu sechs Monate zurückreichen. Dies ermöglicht eine sofortige Trendanalyse, anhand derer Sie besser nachvollziehen können, wie sich die Provider-Performance im Zeitverlauf entwickelt hat, anstatt sich auf eine Momentaufnahme zu verlassen oder in monatelanger Arbeit Tabellen zu erstellen.
Objektive Performancebewertung: Provider Intelligence stützt sich auf eine Reihe detaillierter Metriken, darunter End-to-End-Latenz, Paketverlust, Jitter und Time-to-First-Byte, um nicht nur den Durchsatz, sondern auch die Konsistenz über einen bestimmten Zeitraum zu evaluieren. Das aggregierte Bewertungssystem vereinfacht die Entscheidungsfindung, indem es diese Metriken in einer umfassenden, leicht verständlichen Bewertung basierend auf Ihren spezifischen Geschäftsprioritäten zusammenführt. Dabei können Sie im Ergebnisbereich auch einsehen, wie viele Ausfälle ein Provider innerhalb des ausgewählten Zeitraums verzeichnet hat – ein zusätzliches Plus für Ihre Evaluierung.
Korrelation von der App zum Netzwerk: Provider Intelligence sticht zudem durch einen Provider-Vergleich heraus, der die Kandidaten nicht nur anhand von Rohdaten, sondern auch danach vergleicht, wie sie bei bestimmten SaaS-Applikationen oder in bestimmten Cloud-Regionen abschneiden. So können Sie Ihre Auswahl an Service-Providern an den tatsächlichen Anforderungen Ihrer am häufigsten genutzten Applikationen ausrichten.
Metriken zur Stabilität: Mit der Performance allein ist es noch nicht getan. Provider Intelligence nimmt auch Stabilitätsbewertungen vor, um die Konsistenz der Servicequalität im Zeitverlauf zu quantifizieren. So können Sie Provider vermeiden, die beispielsweise bei der Bereitstellung von Latenz- und Jitter-empfindlichen Applikationen für die Sprach- oder Videokommunikation zurückfallen.
Berichterstellung: Ein entscheidender Aspekt besteht darin, wichtige Stakeholder auf dem Laufenden zu halten. Mit Provider Intelligence können Sie die fünf Top-Performer aus den Suchergebnissen auswählen, um Berichte zu erstellen und weiterzugeben. Frühere Suchvorgänge bleiben dabei auf Abruf erhalten, sodass Sie diese nicht erneut vornehmen müssen.
Weitere Use Cases: Provider Intelligence kann über die Auswahl lokaler ISPs hinaus auch für die Ermittlung und Evaluierung der Peering-Partner eingesetzt werden, die sich am besten eignen, um Applikationen für User bereitzustellen. Hinzu kommt, dass Sie die nötigen Daten an der Hand haben, um die SLA-Performance Ihrer bestehenden Provider auszuhandeln oder zu evaluieren.
Das vielleicht Beste daran: Wenn Sie Internet Insights bereits nutzen, steht Ihnen Provider Intelligence direkt zur Verfügung. In ThousandEyes navigieren Sie einfach zu Internet Insights und wählen Provider Intelligence aus. Sie können direkt loslegen, ohne zusätzliche Bedingungen.
Die Lösung im Gesamtbild
Nehmen wir als Beispiel ein weltweit tätiges Unternehmen, das neue Einzelhandelsfilialen in oder in der Nähe von Städten eröffnen möchte, in denen die Internetlandschaft noch nicht bekannt ist. Mithilfe von Provider Intelligence kann ein Mitglied des Netzwerkarchitekturteams nach Region und spezifischen Business-Applikationen filtern. Mit wenigen Klicks nimmt das Team einen direkten Vergleich der Performance von drei lokalen ISPs im Verlauf der vergangenen sechs Monate vor. So stellt sich heraus, dass ein Provider zwar die geringste Latenz bietet, aber einen hohen Paketverlust und zudem eine unzureichende App-Reaktionszeit aufweist. Mit Unterstützung von wichtigen Entscheidungstragenden kann das Team dann einen Provider auswählen, der ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Stabilität und Performance bietet. So erfolgt die Eröffnung der Filiale reibungslos, und End User profitieren von einer optimalen Digital Experience.
Voreingenommene Behauptungen und manuelle Tabellenkalkulationen sind mit Provider Intelligence passé. An ihre Stelle treten automatisierte, objektive und datengestützte Evaluierungen, die Teams bei der Einrichtung widerstandsfähiger und leistungsstarker Netzwerke unterstützen, die auch aus Kostensicht optimiert sind. Die Time-to-Value bei der Bereitstellung neuer Standorte wird verkürzt, gleichzeitig steht ein objektives Tool für Verhandlungen mit Service-Providern zur Verfügung.
Provider Intelligence ist jedoch mehr als nur ein Tool. Es verändert die Art und Weise, wie Unternehmen Entscheidungen bezüglich Netzwerken und Infrastruktur treffen – mit fundierten Daten statt Rätselraten und ausgerichtet auf die Prioritäten und Präferenzen des Unternehmens statt auf allgemeine Vergleiche. Provider Intelligence verhilft Ihnen durch den Ansatz „erst informieren, dann kaufen“ dazu, Netzwerkentscheidungen zu treffen, die ebenso verlässlich sind wie die Applikationen, die Ihre Netzwerke unterstützen.
Falls Sie Internet Insights noch nicht im Einsatz haben und mehr über Provider Intelligence erfahren oder die Funktionen in Aktion erleben möchten, können Sie eine Demo anfordern oder die Lösung kostenlos testen.
Außerdem können Sie sich dieses Tutorial-Video ansehen, um sich ein eigenes Bild der Funktionsweise zu machen.
Die von Provider Intelligence bereitgestellten Performancemetriken basieren auf aggregierten historischen Daten und dienen nur zu Informationszwecken. Cisco übernimmt keine Garantie für bestimmte Netzwerk-Performancewerte oder Servicelevel.
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